Der Längelter an der Westflanke von Böckingen ist ein knapp 18 ha großes Gebiet, über dessen Entwicklung zum Baugebiet schon seit Jahrzehnten gesprochen wird. Planungsunterlagen aus 1990 wurden zuletzt im Mai 2024 aktualisiert und sind nun zukunftsorientiert mit neuen modernen Wohnformen und traditionellen Bautypen ausgestattet. Anforderungen an Klimaschutz, Versorgungszentren und sozialen Einrichtungen, autofreies Wohnen und Quartiersgaragen sind ebenfalls berücksichtigt. Dies alles auf dem Papier, denn einziger Haken: Die Aufsiedlung des Baugebietes soll in den dreißiger Jahren erfolgen. Da nützen auch Informationsveranstaltungen zur Bürgerbeteiligung oder kommunale Workshops nichts. Es geht nicht weiter und der Frust steigt.
Dabei ist es unbestritten, dass das Gebiet nicht nur für die Eigenentwicklung von Böckingen sondern auch zur Deckung des Gesamtwohnungsbedarfs von Heilbronn eine große Bedeutung hat. Schließlich ist Wohnraum allerorts knapp und bezahlbare Wohnungen sind gesucht. Auch die weitere Entwicklung von Heilbronn, denke man an den Bildungscampus und den IPAI mit dem KI-Zentrum, geht nicht ohne die Bereitstellung von zusätzlichem Wohnraum. Da würde ein Baugebiet mit rund 950 geplanten Wohneinheiten und Platz für mindestens 2.000 Personen durchaus helfen.
Doch die Böckinger warten weiter und es wird bereits über weitere Verzögerungen und Baubeginn nicht vor 2040 gesprochen. So kann es nicht weitergehen.
Daher fordert die CDU-Fraktion jetzt Nägel mit Köpfen zu machen und endlich in die konkrete Entwicklung einzusteigen. Dazu müssen die vielen Grundstückseigentümer mit ins Boot genommen werden, um durch direkte Kontaktaufnahme weitere Schritte zu ermöglichen. Die äußere Erschließung muss vorangetrieben werden, damit danach die Aufsiedlung erfolgen kann. Ziel ist es, dass in 5 Jahren der erste Spatenstich für die Wohnbebauung erfolgt.
Dann hat Böckingen lange genug gewartet!