Der Bedarf an Parkraum in Heilbronn wächst durch steigende Einwohnerzahlen und Studentenzahlen sowie der Aufsiedelung von neuen Stadtteilen wie Neckarbogen und Hochgelegen. Auch der Ausbau des Campus West und Süd werden den Bedarf erhöhen.

Auch durch die Sanierung und Umgestaltung der Turmstrasse und Zehentgasse und später der Lohtorstrasse zur Fußgängerzone und der voraussichtlichen Schließung der Gerberstrasse (bisher als Verkehrsversuch angedacht) werden viele Parkplätze für Kunden und Anwohner wegfallen. Vor allem die Anwohner können aus Kosten- und Verfügbarkeitsgründen nicht ohne weiteres auf Dauerstellplätze in Parkhäuser ausweichen.

Immer mehr öffentlicher Parkraum verschwindet durch

  • Umgestaltung in Sommerzonen
  • Umgestaltung in Fußgängerzonen (Turmstrasse, Zehentgasse, usw.)
  • Schaffung von Fahrradwegen
  • Und Fahrradstraßen
  • Sperrflächen für Feuerwehr- und Einsatzfahrzeuge
  • Baumpflanzungen

Die CDU-Fraktion hebt hervor, dass daher eine Mindestanzahl an Parkplätzen für die Lebensqualität und Erreichbarkeit der Innenstadt unerlässlich ist. Besonders mit Blick auf Einzelhandel, Gastronomie und die Attraktivität der City für Besucher und Bewohner ist ein strukturierter Ausbau und Erhalt von Parkraum nötig. Die Fraktion betont, dass

urbane Mobilität verschiedene Bedürfnisse umfassen muss darunter auch bezahlbare Lösungen für Anwohner mit Familien und Menschen mit eingeschränkter Mobilität.

Quartiersgaragen in der nördlichen Innenstadt können hier die Lösung sein, um diesen Bedarf zu decken und eine Fläche wie die Sülmermühlstraße wäre hinsichtlich Anfahr-und Erreichbarkeit perfekt geeignet.

Die Schaffung einer Untergrenze für die Anzahl der Parkplätze ist entscheidend, um die Infrastruktur und Lebensqualität in der Innenstadt zu erhalten. Angesichts des abnehmenden Parkraums auf öffentlicher Fläche und wachsender Mobilitätsbedürfnisse ist eine vorausschauende Planung notwendig, damit alle Gruppen auch zukünftig adäquate Möglichkeiten zum Parken finden und die Attraktivität der Innenstadt nicht leidet. Besonderes Augenmerk sollte dabei auf eine sozialverträgliche Lösung geachtet werden.

Beim Ausbau des Campus Süd muss daher darauf geachtet werden, dass ausreichend Parkraum geschaffen wird, da der Bedarf daran in der nördlichen Innenstadt steigen wird, wenn bisheriger Parkraum verschwindet.

Die CDU wird einen Antrag stellen und im nächsten HH hierfür Mittel beantragen