CDU fordert: „Sicherer Marktplatz – Die Mitte der Stadt muss wieder den Heilbronnern gehören!“

Christoph TroßbachHeilbronn
Die CDU-Fraktion im Gemeinderat beantragt eine bessere technische Ausstattung und erweiterte Qualifizierung des Kommunalen Ordnungsdienstes (KOD). Ziel ist es, Innenstadt und Marktplatz zum sichersten Ort der Stadt zu machen.

Aktueller Vorfall unterstreicht Handlungsbedarf
„Wenn am Marktplatz eine Polizistin völlig respektlos angegriffen wird, dann müssen wir gerade den KOD bestmöglich ausstatten und trainieren“, sagt der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Christoph Trossbach.

Marktplatz ist Brennpunkt Heilbronns
„In der Statistik gilt Heilbronn als die sicherste Großstadt Baden-Württembergs. Aber die Menschen fühlen es nicht. Das liegt vor allem an der Innenstadt. Am Marktplatz ist die Kriminalitätsbelastung 232-fach höher als im Rest der Stadt. Das muss die Verwaltung sofort ändern“, fordert Trossbach. „Die Verwaltung ist nicht tatenlos, aber dennoch ohne messbaren Erfolg. Die Gangart gegen Störer muss spürbar härter werden. Der Marktplatz soll der sicherste Platz der Stadt sein.“

Der öffentliche Nahverkehr im Stadtkreis

Dr. Albrecht MerktIn unserem Wahlprogramm steht:

„Der öffentliche Nahverkehr muss attraktiver werden. Für einen verlässlichen Schulweg braucht es ein robustes Schienen- und Busnetz. Deshalb fordern wir die Einführung des Heilbronn-Takts. Wir wollen, dass man aus jedem Stadtteil im 15-Minuten-Takt in Richtung Innenstadt fahren kann.“

Dieses Ziel steht unter dem Vorbehalt seiner Finanzierbarkeit.

Unabhängig davon fordern wir, das Wohngebiet Klingenäcker im Sontheimer Süden schon beim nächsten Fahrplanwechsel an das Stadtbusnetz der Verkehrsbetriebe Heilbronn anzuschließen.

Am Zugang zum Neubaugebiet ist bereits eine neue Bushaltestelle, die im Stadtbus-Netz als Endhaltestelle dienen soll. Die Besiedlung des Neubaugebiets ist bereits in vollem Gange, seine fahrplanmäßige Erschließung damit bereits geboten.

Die CDU-Fraktion wird daher beantragen, dass die Stadt Heilbronn darauf hinwirkt, dass das Wohngebiet Klingenäcker schon beim nächsten Fahrplanwechsel an das Stadtbusnetz der Verkehrsbetriebe Heilbronn angeschlossen wird.

CDU-Fraktion fordert: Den Profisport nicht ins Aus spielen

Andreas HeinrichDer Profi-Sport war über Jahrzehnte nicht auf der Agenda der Stadtverwaltung. Profi-Kunst und -Kultur wurde jedoch selbstverständlich jährlich mit Millionenbeträgen unterstützt. Profi-Kultur fördert die Bildung, das sollte auch nicht geschmälert werden. Profi-Sport fördert durch seine Vorbildfunktion die Gesundheit.

Vor dem Hintergrund, dass sich Kinder immer weniger bewegen und Sport in der Schule nicht mehr im Vordergrund steht, sind Vorbilder im Sport wichtige Botschafter für viele Kinder. Profisport hat Potenzial, aber der Weg nach oben kostet nun mal Geld. Je höher die Liga, desto mehr erkennen Kinder und Jugendliche ihre Vorbilder bei den Profis und finden dadurch den Weg sich sportlich zu engagieren. Als Eltern wissen wir, dass sportliche Kinder gesünder sind, weniger Gewichtsprobleme haben und lernen Ehrgeiz zu entwickeln, was sich auch auf die schulischen Leistungen positiv auswirkt.

Deshalb fordert die CDU-Fraktion ein Konzept zur Förderung des Profisports.

„Nein“ zu immer weiteren Freiwilligkeitsleistungen und damit auch „Nein“ zu einem städtischen Zuschuss für Lastenfahrräder

Thomas RandeckerDie Kommunalfinanzen geraten immer mehr unter Druck und damit in eine finanzielle Schieflage. Die Wirtschaftskraft geht zurück, die Inflation steigt – beides mit negativem Einfluss auf unseren städtischen Haushalt. Heilbronn hat aktuell durch die solide Haushaltspolitik der CDU-Fraktion und durch die gute solide Arbeit des 1. Bürgermeisters und Finanzdezernenten Martin Diepgen eine gute Ausgangsposition. Diesen Vorsprung gegenüber zahlreichen Kommunen des Landes gilt es zu behalten und gemeinsam weiter auszubauen.

Große finanzielle Herausforderungen wie der ÖPNV-Ausbau, Klimaschutz- und Klimaanpassungsmaßnahmen und die Integration von Geflüchteten kosten enorm viel Geld. Wir sind auf den kommenden Finanzzwischenbericht gespannt, wissen aber schon jetzt, dass auch Heilbronn in eine enorme Verschuldung reinlaufen wird. Steigende Personalkosten und notwendige Investitionen müssen bezahlt werden. Der im aktuellen Doppelhaushalt ausgewiesene Schuldenstand wird Ende 2029 bei knapp 260 Mio. Euro liegen – wenn alles gut geht und keine weiteren Katastrophen, Kriege oder sonstige unkalkulierbaren Einflüsse dieses Ergebnis nicht noch verschlechtern! Die CDU-Fraktion wird deshalb ihren bereits letzten Jahr eingereichten Antrag – der immer noch nicht ausreichend und umfassend beantwortet ist, aktualisieren und erneuern.

Dies geht aber nicht so nebenbei, sondern es bedarf einer gründlichen Aufarbeitung des Zahlenmaterials und eine intensive Beschäftigung damit. Sämtliche Leistungen gehören auf den Prüfstand und müssen untersucht werden. Heilbronn ist Bildungsstadt und hat auch eine soziale Verantwortung. Deshalb geht es in erster Linie darum Freiwilligkeitsleistungen zu priorisieren und hinsichtlich einer soliden Finanzierbarkeit zu prüfen.

Nachdem dieses Jahr keine Haushaltsberatungen anstehen, beantragen wir bei der Verwaltung eine Klausur, die sich mit der Konsolidierung des städtischen Haushaltes befasst und zusammen mit dem Gemeinderat ein tragfähiges Gerüst für die kommenden Haushaltsjahre erarbeitet.

Nur gemeinsam, also Verwaltung und der Heilbronner Gemeinderat, können wir es schaffen, die vor uns stehenden finanziellen Herausforderungen zu stemmen und für den städtischen Haushalt Lösungen zu finden die auch das strukturelle Defizit mittelfristig beseitigen werden. Dies wird ganz sicher nicht mit einer Drucksache erledigt sein, sondern es ist der Start eines längerfristigen Prozesses. Die brisanter werdenden städtischen Finanzen und die sich weiter verschärfende Personalsituation erfordert von der Verwaltungsspitze vor der verwaltungsinternen Haushaltsaufstellung eine kritische Auseinandersetzung mit den Aufgaben.

Während andere Fraktionen großzügig das Geld verteilen wollen – beispielsweise für kostenlose Hygienespender in städt. Gebäuden (ca. 35.000€/Jahr) Erhöhung des freiwilligen Zuschusses zum Deutschlandticket (ca. 100.000€/Jahr + 0,5 Personalstelle 44.900€/Jahr), haben wir die dringenden Aufgaben im Blick. Schulsanierungen, Schulneubauten, der Umsetzung des Feuerwehrbedarfsplanes und viele weitere Ersatzinvestitionen für in die Jahre gekommene städtische Liegenschaften stehen ganz oben auf der Dringlichkeitsliste.

Aus diesem Grund sagen wir auch deutlich „NEIN“ zum Antrag 131/2025 der Verwaltung für die Kommunale Förderung für Lastenfahrräder. Erfahrungen anderer Kommunen, die einen erheblichen Verwaltungs- und Bürokratieaufwand attestieren, beschreiben einen Mitnahmeeffekt bei solchen Förderprogrammen. In Braunschweig gaben über 77% der Befragten an, daß sie sich auch ohne ein Förderprogramm ein Lastenfahrrad gekauft hätten. Das Braunschweiger Lastenfahrrad-Programm hat es dafür aber in das „Schwarzbuch der Steuerzahler geschafft“. Negativ hervorzuheben sind auch die Verwaltungskosten des Braunschweiger Förderprogramms. Schließlich muss jeder Förderantrag geprüft, Kaufbelege ggf. nachgefordert und eine Mehrfachförderung der Begünstigten ausgeschlossen werden. Ebenso muss – so wie in unserem vorliegenden Vorschlag auch, nach 40 Monate ein erneuter Nachweis des Besitzes erbracht werden, der natürlich von der Verwaltung zu prüfen ist. Ungeklärt ist das Vorgehen der Verwaltung, wenn der Besitzer zwischenzeitlich verstorben, verzogen oder unauffindbar geworden ist oder das Rad sich nicht mehr in seinem Besitz befindet. Die Stadt Braunschweig räumte ein, dass sich die administrativen Kosten ihres Lastenrad-Förderprogramms auf rd. 48.000 Euro pro Jahr beliefen. Das heißt: Für jeden Lastenfahrrad-Förder-Euro fließt ein zusätzlicher Verwaltungs-Euro. Ein grobes Missverhältnis von Kosten und Nutzen! Wir fordern die Verwaltung auf, die immer wieder im Gemeinderat beschriebenen knappen städtischen Personalressourcen doch auch in diesem Bereich effizient und zielgerichtet einzusetzen. Vor allem im Hinblick darauf, mit welchem Personaleinsatz am effektivsten möglichst vielen Heilbronnerinnen und Heilbronner geholfen werden kann.

 

Unser Antrag und unsere Haltung soll dazu führen, sich auf die Kern- und Pflichtaufgaben zu fokussieren, um dann mit einem klaren Blick auf die verbleibenden Ressourcen bei den Freiwilligkeitsleistungen verantwortungsvoller entscheiden zu können.

CDU-Forderung nach Einführung einer Untergrenze für die Anzahl von Parkplätzen in der Innenstadt

Der Bedarf an Parkraum in Heilbronn wächst durch steigende Einwohnerzahlen und Studentenzahlen sowie der Aufsiedelung von neuen Stadtteilen wie Neckarbogen und Hochgelegen. Auch der Ausbau des Campus West und Süd werden den Bedarf erhöhen.

Auch durch die Sanierung und Umgestaltung der Turmstrasse und Zehentgasse und später der Lohtorstrasse zur Fußgängerzone und der voraussichtlichen Schließung der Gerberstrasse (bisher als Verkehrsversuch angedacht) werden viele Parkplätze für Kunden und Anwohner wegfallen. Vor allem die Anwohner können aus Kosten- und Verfügbarkeitsgründen nicht ohne weiteres auf Dauerstellplätze in Parkhäuser ausweichen.

Immer mehr öffentlicher Parkraum verschwindet durch

  • Umgestaltung in Sommerzonen
  • Umgestaltung in Fußgängerzonen (Turmstrasse, Zehentgasse, usw.)
  • Schaffung von Fahrradwegen
  • Und Fahrradstraßen
  • Sperrflächen für Feuerwehr- und Einsatzfahrzeuge
  • Baumpflanzungen

Die CDU-Fraktion hebt hervor, dass daher eine Mindestanzahl an Parkplätzen für die Lebensqualität und Erreichbarkeit der Innenstadt unerlässlich ist. Besonders mit Blick auf Einzelhandel, Gastronomie und die Attraktivität der City für Besucher und Bewohner ist ein strukturierter Ausbau und Erhalt von Parkraum nötig. Die Fraktion betont, dass

urbane Mobilität verschiedene Bedürfnisse umfassen muss darunter auch bezahlbare Lösungen für Anwohner mit Familien und Menschen mit eingeschränkter Mobilität.

Quartiersgaragen in der nördlichen Innenstadt können hier die Lösung sein, um diesen Bedarf zu decken und eine Fläche wie die Sülmermühlstraße wäre hinsichtlich Anfahr-und Erreichbarkeit perfekt geeignet.

Die Schaffung einer Untergrenze für die Anzahl der Parkplätze ist entscheidend, um die Infrastruktur und Lebensqualität in der Innenstadt zu erhalten. Angesichts des abnehmenden Parkraums auf öffentlicher Fläche und wachsender Mobilitätsbedürfnisse ist eine vorausschauende Planung notwendig, damit alle Gruppen auch zukünftig adäquate Möglichkeiten zum Parken finden und die Attraktivität der Innenstadt nicht leidet. Besonderes Augenmerk sollte dabei auf eine sozialverträgliche Lösung geachtet werden.

Beim Ausbau des Campus Süd muss daher darauf geachtet werden, dass ausreichend Parkraum geschaffen wird, da der Bedarf daran in der nördlichen Innenstadt steigen wird, wenn bisheriger Parkraum verschwindet.

Die CDU wird einen Antrag stellen und im nächsten HH hierfür Mittel beantragen

CDU Heilbronn fordert klare Strategien und Investitionen für den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs in den Landkreis Heilbronn

Verena SchmidtWir setzen uns für eine nachhaltige und zukunftsorientierte Mobilitätsstrategie vom Stadtgebiet in den Landkreis Heilbronn ein.

In einer aktuellen Anfrage an die Stadtverwaltung fordern wir eine transparente Darstellung der zukünftigen Finanzmittelbedarfe in kommenden Haushalten, die für den Ausbau und die Optimierung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) notwendig sind.

Im Mittelpunkt steht die dringende Notwendigkeit, die Infrastruktur insbesondere in den westlichen Stadtteilen zu verbessern. Ziel ist es, die Erreichbarkeit medizinischer Einrichtungen zu sichern, den steigenden Verkehrsbelastungen und der urbanen Verdichtung gerecht zu werden sowie die Versorgungssicherheit zu gewährleisten.

Wir betonen hierbei die Bedeutung der Integration multimodaler Verkehrsangebote, barrierefreier Zugänge sowie eines erweiterten Taktangebotes, um den ÖPNV attraktiver und effizienter zu gestalten.

Darüber hinaus fordern wir eine stärkere Einbindung von Fördermitteln auf nationaler und europäischer Ebene, um die Finanzierung nachhaltig zu sichern. Auch die Bürgerbeteiligung ist uns wichtig: Ziel ist es, die Akzeptanz und Nutzung des ÖPNV durch gezielte Informations- und Werbemaßnahmen zu erhöhen.

Wir unterstreichen hierbei die Notwendigkeit, langfristige Strategien für eine sozial gerechte und umweltfreundliche Mobilitätsentwicklung zu entwickeln. Damit soll die Lebensqualität in den Randgebieten verbessert und die Zusammenarbeit zwischen Stadt und Landkreis gestärkt werden.

Bei all dem, bleiben wir konsequent dabei, dass eine transparente Kommunikation und eine enge Zusammenarbeit aller Akteure essenziell  ist, um die Mobilitätswende erfolgreich zu gestalten und die Bürgerinnen und Bürger aktiv in die Planung einzubinden.

Längelter jetzt!

Susanne SchnepfDer Längelter an der Westflanke von Böckingen ist ein knapp 18 ha großes Gebiet, über dessen Entwicklung zum Baugebiet schon seit Jahrzehnten gesprochen wird.  Planungsunterlagen aus 1990 wurden zuletzt im Mai 2024 aktualisiert und sind nun zukunftsorientiert mit neuen modernen Wohnformen und traditionellen Bautypen ausgestattet. Anforderungen an Klimaschutz, Versorgungszentren und sozialen Einrichtungen, autofreies Wohnen und Quartiersgaragen sind ebenfalls berücksichtigt. Dies alles auf dem Papier, denn einziger Haken: Die Aufsiedlung des Baugebietes soll in den dreißiger Jahren erfolgen. Da nützen auch Informationsveranstaltungen zur Bürgerbeteiligung oder kommunale Workshops nichts. Es geht nicht weiter und der Frust steigt.

Dabei ist es unbestritten, dass das Gebiet nicht nur für die Eigenentwicklung von Böckingen sondern auch zur Deckung des Gesamtwohnungsbedarfs von Heilbronn eine große Bedeutung hat. Schließlich ist Wohnraum allerorts knapp und bezahlbare Wohnungen sind gesucht. Auch die weitere Entwicklung von Heilbronn, denke man an den Bildungscampus und den IPAI mit dem KI-Zentrum, geht nicht ohne die Bereitstellung von zusätzlichem Wohnraum. Da würde ein Baugebiet mit rund 950 geplanten Wohneinheiten und Platz für mindestens 2.000 Personen durchaus helfen.

Doch die Böckinger warten weiter und es wird bereits über weitere Verzögerungen und Baubeginn nicht vor 2040 gesprochen. So kann es nicht weitergehen.

Daher fordert die CDU-Fraktion jetzt Nägel mit Köpfen zu machen und endlich in die konkrete Entwicklung einzusteigen. Dazu müssen die vielen Grundstückseigentümer mit ins Boot genommen werden, um durch direkte Kontaktaufnahme weitere Schritte zu ermöglichen. Die äußere Erschließung muss vorangetrieben werden, damit danach die Aufsiedlung erfolgen kann. Ziel ist es, dass in 5 Jahren der erste Spatenstich für die Wohnbebauung erfolgt.

Dann hat Böckingen lange genug gewartet!

CDU-Fraktion fordert eine zielgruppenspezifische Wohnraumanalyse zur Unterstützung der Schwarmstadt-Entwicklung „Wohnen darf nicht teurer werden!“

Thomas AurichDie CDU-Fraktion beantragt, dass die Stadtverwaltung Heilbronn eine umfassende Analyse der verfügbaren und entwicklungsfähigen Wohnflächen durchführt, um den steigenden Bedarf an hochwertigem Wohnraum für die wachsende Zielgruppe der Fach- und Führungskräfte zu decken und auch um HeilbronnerInnen bspw. nach Ausbildung oder Studium neue Wohnflächen zu bieten und einer Verteuerung durch den Schwarmstadteffekt für Bürger vorausschauend entgegenzuwirken.

Heilbronn als Schwarmstadt der Zukunft

Die Stadt Heilbronn hat sich in den vergangenen Jahren zu einer der dynamischsten Schwarmstädte Deutschlands entwickelt. Diese Entwicklung wird durch mehrere Leuchtturmprojekte nachhaltig gestärkt:

Campus West und Campus Süd: Die etablierten Bildungsstandorte mit der Hochschule Heilbronn und der Dualen Hochschule Baden-Württemberg ziehen bereits heute Tausende von Studierenden und Nachwuchskräften an.

Innovationspark Künstliche Intelligenz (IPAI): das europaweit einzigartige KI-Zentrum entwickelt sich zum Magneten für internationale Spitzenkräfte. Der IPAI Campus auf dem 23 Hektar großen Steinäcker-Areal wird nach seiner vollständigen Fertigstellung ab ca. 2025 (Fertigstellung avisiert 2030) über 5.000 hochqualifizierte Arbeitsplätze schaffen. Die Investitionen der Schwarz-Gruppe und des Landes Baden-Württemberg (über 50 Millionen Euro Anschubfinanzierung) unterstreichen die strategische Bedeutung des Standorts. 

Engagement der Dieter Schwarz Stiftung: als die größte private Bildungsförderin Deutschlands katalysiert die Stiftung die Transformation Heilbronns zur Wissensstadt mit Milliardeninvestitionen.

Chancen und Herausforderungen

Diese Entwicklungen eröffnen Heilbronn die einmalige Chance, hochqualifizierte Fachkräfte nicht nur als Arbeitskräfte zu gewinnen, sondern dauerhaft als Bürgerinnen und Bürger für die Stadt zu begeistern. Hierzu zählen:
– Wissenschaftliches Personal der Universitäten und Hochschulen
– Forscherinnen und Forscher des IPAI
– Führungskräfte und Spezialisten der sich ansiedelnden Technologieunternehmen
– Internationale Talente und Young Professionals

Aktuelle Analysen zeigen jedoch, dass bezahlbarer Wohnraum bereits heute eine Herausforderung darstellt. Die durchschnittliche Nettokaltmiete liegt in HN bei 7,45 Euro pro Quadratmeter, wobei bei Neubauten angesichts gestiegener Baupreise dieser Wert kaum noch zu halten ist. Das Handelsblatt skizzierte vor Monaten eine Preisentwicklung national von 17 €/m2.

Konkrete Antragsstellung

Die Stadtverwaltung wird beauftragt, eine zielgruppenspezifische Wohnraumanalyse zu erstellen, die folgende Aspekte umfasst:
1. Bestandsaufnahme verfügbarer Wohnflächen – Kategorisierung nach Zielgruppen:
Familien: Wohneinheiten ab 3-4 Zimmern mit Garten/Balkon und Schulnähe
Paare: moderne 2-3 Zimmer-Wohnungen mit hochwertiger Ausstattung
Singles/Young Professionals: flexible Wohnkonzepte, möblierte Apartments,
Co-Living-Spaces, serviced Apartments

  1. Identifikation und Bewertung neuer Entwicklungsflächen
    Besondere Berücksichtigung von attraktiven Wasserlagen nach dem Vorbild erfolgreicher Projekte in Frankfurt am Main, Köln, Düsseldorf und Duisburg:
    – Konzept „Wein, Wissen und Wohnen am Neckar„: Entwicklung hochwertiger
    Wohngebiete bspw. in Neckarnähe, die die einzigartige Kombination aus
    Wissenschaftsstandort, Weinbautradition und Lebensqualität am Wasser
    widerspiegeln
    –           Prüfung von Flächen für schwimmende Wohngebäude (analog zur bereits
    durchgeführten Studie der Hochschule Heilbronn und CDU-Antrag)
    –           Integration von Mixed-Use-Konzepten mit Arbeits-, Wohn- und Freizeitfunktionen
    –           betreffend der Suche nach neuen Flächen ist im Hinblick auf die drohende
    Verteuerung von Kauf und Miete durch die positive Entwicklung von Heilbronn
    auch der vor wenigen Jahren beschlossene Bebauungsplan des
    Heilbronner  Ostens hinsichtlich Nachverdichtung auf den Prüfstand zu
    stellen
  1. Qualitätsmerkmale und Standards
    – Nachhaltige Bauweise und energieeffiziente Gebäude
    – Digitale Infrastruktur (Glasfaser, Smart-Home-Ausstattung)
    – Anbindung an ÖPNV und Radwegenetze
    – Nähe zu Bildungseinrichtungen und Forschungsstätten
    – Kulturelle und gastronomische Angebote im Umfeld
  2. Finanzierungsmodelle und Partnerschaften hier im Besonderen auch Mietkauf in einem Teilbereich als Pilotprojekt. Die Regiowert ist dazu bereits unterwegs
    – Kooperationsmöglichkeiten mit der Schwarz-Stiftung, der Stadtsiedlung und anderen
    privaten Investoren
    – Prüfung von Public-Private-Partnership-Modellen
    – Fördermöglichkeiten des Landes Baden-Württemberg
  3. Anlage eines Flächenplanes

Erwartete Ergebnisse

Mit dieser zielgruppenspezifischen Wohnraumstrategie kann Heilbronn:
– Seine Position als attraktiver Schwarmstadt-Standort festigen und ausbauen
– Den Fachkräftemangel proaktiv bekämpfen
– Die Steuereinnahmen durch zusätzliche Einwohner erhöhen
– Die lokale Wirtschaft durch erhöhte Kaufkraft stärken und auch die Fußgängerzone
durch zusätzliche EinwohnerInnen aufwerten
– Ein nachhaltiges Stadtentwicklungsmodell etablieren